Curly Horse

Von Pferdeleuten liebevoll „Lockenpony“ genannt, ist das American Bashkir Curly Horse, kurz Curly Horse, wohl wahrscheinlich die einzige Rasse, die für pferdeaffine Allergiker tauglich ist.

Foto (c) petsency.com

Pferde der nordamerikanische Pferderasse Curly Horse haben durchschnittlich ein Stockmaß von 1,40-1,65 m und besitzen das für sie charakteristische gelockte Lang- und Deckhaar, das in allen Farben auftreten kann.

 

Wie erkennt man ein Curly Horse?

Ihr Sommerfell ist leicht gewellt bis glatt, ihr Winterfell ist lang und gelockt. Mähne und Schweif sind gewellt, ihre Augenform ist oft mandelförmig-geschlitzt und die Hufe zeigen sich fast kreisrund und oft sehr robust und hart. Mitunter gibt es vereinzelt auch glatthaarige Curlys, diese werden Straight Curlys genannt, haben aber bis auf die Locken, die selben Beschaffenheiten wie das gemeine Curly Horse.

 

Wo kommen die Curly Horses her?

Die tatsächliche Herkunft der American Bashkir Curly Horses ist nicht ganz bewiesen und beruht lediglich auf Vermutungen. In verschiedenen Regionen der Erde sind Abbildungen und Beschreibungen einer gelockten Pferderasse gefunden worden. Inzwischen sei es wohl nachgewiesen, dass die Curlys nicht mit den ebenfalls gelockten russischen Steppenpferden, den Baschkiren, verwand sind.

Foto von 1906 (c) curlyhorsecountry.com

 

Eine mögliche Herkunftsgeschichte:

Heute ist man der Meinung, dass Sioux- und Crow- Indianerstämme um die Wende vom 18. zum 19. Jhd.  Vereinzelt gelockte Reitpferde besaßen. So entdeckte der Farmer Peter Dameles 1898 eine Wildpferdeherde mit gelockter Jacke und fing sie ein. Die Farmerfamilie kreuzte nun ihre eigenen Pferde, unter anderem Araber- und Morganhengste mit den robusten Wildpferden. Schnell bemerkten sie, dass sich das gelockte Fell, das Robuste und der freundliche Charakter sehr dominant weiter vererbten, so dass sie zukünftig auch von den Farmnachbarn in der Zucht eingesetzt wurden. Bereits Anfang des 20. Jhd. gab es aufgrund der Nichtbeachtung einer Reinzucht viele verschiedene Fassetten des gelockten Pferde-Typs.

 

Warum gelten sie heute als Allergikerpferde?

Curly Horses besitzen eine andere Hautbeschaffenheit als das „normale“ Pferd. Sie haben eine andere Fellstruktur, andere Schuppen und andere Fellöle. Deshalb riechen sie auch anders. Man beschreibt ihren Duft nach Lammwolle. Pferdeallergiker reagieren auf diese andersartige Beschaffenheit des Fellkleides gemeinhin nicht allergisch.

 

Wo werden Curly Horses heute eingesetzt?

Curly Horses haben einen sehr freundlichen Charakter und sind dementsprechend sehr vielseitig als Freizeit-, Familien- und Sportpferde einsetzbar. Natürlich gibt es auch Curly Horses als Ponys im Kleinformat.

Das ursprüngliche, von den Mustangs abstammende, Curly Horse wird sehr gern als Westernpferd ausgebildet. Sie werden im Western Riding, Trail, Pleasure und Horsmanship wie auch zur Arbeit mit Rindern eingesetzt.

Die mit Voll- und Sportblut eingezüchteten Curlys werden als klassische Sportpferde ausgebildet und sind als Spring-, Dressur- und Fahrpferde erfolgreich.

In Europa besonders selten sind die Curly Gangpferde. Sie wurden über Generationen mit Missouri Foxtrottern gekreuzt, um eine Rasse zu kreieren, die über Ausdauer auf langen Strecken verfügt und mit dem Foxtrott-Gang für den Rücken des Reiters über längere Ausritte hinweg angenehm und weich ist.

 

 

Bahnpunkte leicht gemerkt

DRESSURVIERECK

Als Dressurviereck bezeichnet man einen genormten Reitplatz, auf dem Dressurprüfungen geritten oder gefahren werden. Laut LPO sind je nach Wettbewerb verschiedene Größen vorgeschrieben. Die Standardmaße vom Dressurreitviereck betragen im Normalfall 20m x 40m für Klasse A-L  oder 20m x 60m für Klasse: M-S. Diese Größen gelten als der Standard für alle Prüfungen der FN (Deutsche Reiterliche Vereinigung).

Bild aus: Pferd-aktuell
Bild aus: Pferd-aktuell

BAHNPUNKTE

Bahnpunkte sind Orientierungspunkte im Dressurviereck. Sie zeigen dem Reiter die Start- und Zielpunkte der gerittenen Hufschlagfiguren. Die Bahnpunkte dienen gewissermaßen zur Raumeinschätzung und Orientierung des Reiters. Anhand dieser Markierungen kann der Reiter seine Position im Dressurviereck festlegen.

 

Die Bahnpunkte lassen sich durch 2 Eselsbrücke leicht merken:

 

Bahnpunkte.jpg

 

„Mein Bester Freund Albert Kaut Eine Halbe Citrone.

„Mein Ross Braucht Paraden Für Alle Korrekten Volten, Es Soll Hinter Celsius Gehen In X Leichter Dressur.

 

 

 

 

EINFACHE HUFSCHLAGFIGUREN

Bild aus: Wissenmedia.
Bild aus: Wissenmedia

HUFSCHLAG

Circa einen halben Meter von der Bahnbegrenzung entfernt befindet sich der 1. Hufschlag (gestrichelte Linie). Wird vom „Reiten auf dem Hufschlag“ gesprochen, ist immer dieser äußerste Hufschlag gemeint. Bei fortgeschrittenen Reitschülern wird auf dem 1. und 2. Hufschlag gleichzeitig geritten. Dieser 2. Hufschlag ist ca. ein bis zwei Meter von der Bande entfernt und verläuft parallel zum 1. Hufschlag.

Häufig hat sich in einer Reithalle ein Trampelpfad entlang der Bande abgezeichnet. Dort sollte ungefähr der 1. Hufschlag sein. Reitanfänger sind für diesen Trampelpfad als unkonventionelle Hilfe dankbar,  weil er ähnlich wie Eisenbahn-Schienen wirkt. Bedingt durch die Bande ist das Pferd nach außen hin begrenzt.  Der fortgeschrittene Reitschüler führt sein Pferd auf dem 2. Hufschlag. Hier ist die Schwierigkeit, dass das Pferd nur mit den korrekten Sitz und der richtigen Hilfengebung geradeaus geritten werden kann.

DURCH DIE GANZE BAHN WECHSELN

Der Reiter durchquert diagonal die ganze Bahn und wechselt die Hand. Befindet sich das Pferd auf der linken Hand, kann vom Wechselpunkt H nach F bzw. von F nach H gewechselt werden. Analog dazu wechselt der Reiter auf der rechten Hand von K nach M. Wenn diese Bahnfigur im leichten Trab geritten wird, muss kurz vor dem Zielpunkt umgesessen werden.

DURCH DIE LÄNGE DER BAHN WECHSELN

Ganz kurz vor der Mitte der kurzen Seite auf die Mittellinie abgewendet. Die Schwierigkeit ist nun ganz gerade auf der Mittellinie zur Mitte der gegenüberliegenden kurzen Seite zu reiten. Dort wird das Pferde kurz vor dem Hufschlag gestellt und auf die andere Hand abgewendet. Wird im leichten Trab gewechselt, muss kurz vor dem Zielpunkt umgesessen werden.

Ähnlich wie der Wechsel durch die Länge der Bahn kann auch durch die Breite der Bahn von E nach B oder B nach E gewechselt werden.

DURCH DIE LÄNGE DER BAHN GERITTEN

Kurz vor der Mitte der kurzen Seite auf die Mittellinie abgewendet. Gerade auf der Mittellinie zur Mitte der gegenüberliegenden kurzen Seite zu reiten. Dort wird das Pferde kurz vor dem Hufschlag gestellt und auf der selben Hand weitergeritten. Wird im leichten Trab geritten, ist kein Umsitzen nötig.

Ähnlich wie das Reiten durch die Länge der Bahn kann auch durch die Breite der Bahn von E nach B oder B nach E geritten werden.

AUF DEM ZIRKEL GERITTEN

Bei einer Bahn von 20 × 40 m sollte in jeder Bahnhälfte ein Zirkel 20m im Durchmesser betragen. Der Zirkel berührt an drei Punkten den Hufschlag– in der Mitte der kurzen Seite bei C oder A sowie an den sogenannten Zirkelpunkten R, P, V oder S, die an den langen Seiten der Bahn liegen. Von den Ecken aus gemessen, liegen diese Punkte genausoweit entfernt wie der Mittelpunkt der kurzen Seite (C oder A). Der vierte Punkt liegt auf der Mittellinie, im Bahnmittelpunkt X. Man spricht von der offenen und der geschlossenen Zirkelseite. Die offene ist der Halbkreis, in Richtung Bahnmitte, die geschlossene Zirkelseite ist bin der Bande begrenzt. Ebenfalls üblich ist der Mittelzirkel, dessen Hufschlagberührungspunkte die Mitten der langen Seiten, E und B, sind. Die beiden anderen Zirkelpunkt sind dann I und L.

DURCH DEN ZIRKEL WECHSELN

Es wird auf dem Zirkel geritten. Der Reiter stellt sein Pferd und wendet am Zirkelpunkt der offenen Zirkelseite in einer halben Volte ab, er stellt sein Pferd gerade und reitet über den Mittelpunkt. Der Reiter stellt sein Pferd in die andere Richtung, wechselt über dem Mittelpunkt die Hand und reitet in einer weiteren halben Volte auf der anderen Hand zum gegenüberliegenden Zirkelpunkt zu. Es wird eine S-Linie innerhalb des Zirkels geritten, die vom einen Zirkelpunkt über einen Voltenhalbkreis zum Mittelpunkt und über einen weiteren Voltenhalbkreis auf die andere Hand zum gegenüberliegenden Zirkelpunkt führt.