Fellwechsel -11 Tipps wie Sie Ihrem Pferd den Fellwechsel erleichtern

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Das Sonnenlicht hat einen wärmeren Farbton, die Wälder haben sich verfärbt, das Laub raschelt unter den Hufen unserer Vierbeiner, die Luft riecht frisch und unsere Klamotten und Satteldecken sind bunt von den verschiedenen Haaren unserer Boxennachbarn.

Es ist wieder so weit, das geliebte, seidig-feine Sommerfell unserer Pferde fliegt durch die Stallgasse und über den Putzplatz. Fellwechsel -11 Tipps wie Sie Ihrem Pferd den Fellwechsel erleichtern.

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Wenn die Sonne an Kraft verliert, fängt der Organismus des Pferdes an Höchstleistungen zu vollbringen.  Er benötigt jetzt sehr viel Energie, um die neue Unterwolle und das lange Deckhaar  für die kalte Jahreszeit zu produzieren wie auch ihre Haarstruktur zu verändern. Die Struktur des Winterkleides wird deutlich kräftiger, die Haare werden länger und härter. Während dieser Umstellung wird das Sommerhaar nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt und löst sich mit den Wurzeln.

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Um das Winterfell aufzubauen hat der Organismus einen höheren Energiebedarf und benötigt gleichzeitig mehr Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente. Zur Fellproduktion benötigt der Körper neben Vitamin A- und B-Komplexen, Zink, Kupfer und Selen wie auch Aminosäuren und ungesättigte Fettsäuren.

Außerdem wird jedes Pferd circa 6 bis 8 Wochen matt und müde wirken. Das liegt an der schweren Arbeit, die der Organismus verrichtet. Seien Sie sich dessen bewusst, dass der Organismus Ihres Pferdes enorme Leistungen erbring und Ihr Pferd dadurch schlapp wirken kann.

 

 

11 Tipps wie Sie Ihrem Pferd den Fellwechsel erleichtern

 

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  • Zufüttern von speziell auf den Fellwechsel des Pferdes abgestimmten Kräutermischungen
  • Mash
  • Leinsamenprodukte
  • Kieselerde
  • Bierhefe
  • Mineralleckstein
  • Äpfel
  • Karotten
  • Kräftig und ausgiebig putzen, weil den Pferde der Pelz fürchterlich juckt.
  • Auf der Weide können sich Pferde besser auf die Witterungsbedingungen einstellen als in der Box.
  • Seien Sie fair und schalten Sie beim Reiten einen Gang zurück!

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Fotos by Nikole Kumpf  –  zur Bildergalerie

 

Winterdecken – Sinn oder Unsinn ?

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Es ist wieder so weit – ob karriert, gestreift, lila, türkis oder pink; Fashion-Junkies horten sie in den Modefarben der Saison, anderen reicht etwas eher Zweckmäßiges –  die Deckensaison ist eröffnet! Die Reitsportindustrie hat ihre Hausaufgaben gemacht und bietet auch diesen Winter alles, was der Reiter- Geschmack begehrt.

Viele Reiter beginnen sobald die Tage kürzer werden damit ihre Pferde vor dem Wachstum ihres Winterkleides einzudecken. Sie möchten damit verhindern, dass die Pferde ein dichtes und langes Winterfell bekommen, was das Tocknen des Schweißes nach der täglichen Arbeit behindert. Außerdem haben die meisten Pferdebesitzer Angst davor, dass sich ihr Pferd erkältet oder friert.

Winterdecken und die Frage nach ihrer Notwendigkeit – Sinn oder Unsinn ? Wir haben uns für diesen Artikel mit Veterinärmedizinern und passionierten Reitern unterhalten, um herauszufinden was dran ist an dem Deckenwahn.

„So natürlich wie möglich“ rät Veterinärmediziner Dr. Hartmut Keitel aus Kirchdorf am Inn. Pferde besitzen einen sehr fein strukturierten Mechanismus zur Regulation ihrer Körperwärme, genannt Thermoregulationsmechanismus. Dieser Mechanismus hilft dem Pferdekörper sich an höhere Temperaturschwankungen anzupassen. Wenn Pferde artgerecht gehalten sowie ausreichend und qualitativ hochwertig gefüttert werden, dann funktioniert dieser hervorragend und die Pferde erkälten sich auch nicht, wenn sie eingeschneit sind. Nach Arzeneimittel.de  fühlen sich gesunde und artgerecht gehaltene Pferde allgemein bei -15°C bis ca. 20 °C am wohlsten; ihre Optimaltemperatur liegt dann bei 5°C trockener Kälte. Greift man allerdings in das natürliche Geschehen ein und schert sein Pferd, dann ist eine Decke zum Warmhalten bei niedrigen Temperaturen unbedingt von Nöten, so Keitel.

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Zur Beantwortung der Frage „Soll ich im Winter eindecken oder nicht?“ sollte man sich alle individuellen Gegebenheiten seines Pferdes klar machen. Jeder Besitzer sollte sein Pferd gut beobachten und individuell entscheiden, ob es nötig ist. Hat man ein reines Freizeitpferd, das im Winter weniger geritten wird, dann sollte man auf das Eindecken verzichten, so Dr. Christian Schütte aus Bonn für den Dressur-Studie-Artikel „Gut behütet oder übertrieben verzärtelt? Pferde eindecken?“.

Jeder Pferdebesitzer sollte sich auch selbstkritisch die Frage stellen: „Friert mein Pferd oder ich selbst ? Sollte ich akzeptieren, dass sich mein Pferd wohl fühlt, obwohl ich es als unangenehm kalt empfinde?“.

In einer Aussage sind sich jedenfalls alle Veterinäre und die Uelzener Pferdeversicherung einig: Eingedeckte Pferde werden anfälliger, weil sie ihre Thermoregulation viel weniger trainieren.

Bei welchen Pferden ist das Eindecken notwendig?

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  • Geschorenen Pferden
  • Alten Pferden
  • Kranken Pferden
  • Empfindlichen Pferden
  • Schlecht gefütterten Pferden

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Worauf sollte man unbedingt achten?

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  • Die Decke in der richtigen Größe kaufen, damit sie nicht verrutscht und sich das Pferd nicht verletzten kann.
  • Alle Gurtbänder und Schlaufen so befestigen, dass sich das Pferd beim Legen und Aufstehen nicht verheddern und verletzen kann.
  • Immer wieder die Frage stellen: Ist die Decke den Temperaturen angemessen?

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Fotos by Nicole Kumpf  

Bandagen und Gamaschen – Gefährlicher Irrglaube?

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Bandagen und Gamaschen – Gefährlicher Irrglaube?  Wie im Artikel „Schiefgewickelt“ des Magazins „Bayerns Pferde“ ausführlich nachzulesen, haben sich forschende Veterinäre zusammengetan, um herauszufinden was dran ist an dem Für und Wider der Wickelei.

 

Ergebnis der Experten war es, ein große Warnung vor übertriebener Fürsorge auszusprechen. Bandagen und Gamaschen können bei zu intensiver oder falscher Anwendung Sehnenschäden und Drucknekrosen verursachen!

 

Dr. Andreas Franzky, Vorsitzender des Arbeitskreises Pferde der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz(TVT) gibt eine Anekdote wieder, in der eine bandagierte Stute ähnliche Symptome zeigte wie bei einer Kolik und die Ursache war letztenendes der Hitzstau unter den Bandagierkissen und Bandagen.  Auch wir kennen das! Wenn wir im Winter mit dicken Fellstiefeln in ein Geschäft kommen, was geheizt wird, verspüren auch wir das verlangen die Stiefel auszuziehen. Im schlimmsten Fall kann es auch bei einem Menschen zum Kreislaufabsacken kommen. Erzeugt durch einen Hitzestau am Knöchel, kann es einem schwindelig und unwohl werden. Ähnlich wird das ein Pferd empfinden.

 

Die Experten bestätigen die gute, kratzschützende Wirkung und Wundvorbeugung gut gepolsterter, weicher Gamaschen oder Bandagen bei der Ausbildung junger und noch wenig ausbalancierter Pferde. Sie warnen jedoch ausdrücklich vor der falschen Anwendung von Gamaschen beim Springen, diese richten erheblich Schäden an den Sehnen an.

 

Große Irrglauben:

 

WärmeDauererwärmung schadet dem Pferdebein!  Die Übertriebene Sorge, um Verletzungen der Pferdebeine vorzubeugen, schadet dem Pferd mehr als es ihm hilft. So sollten Pferde beim Koppelgang am besten „barfuß“ sein, weil sich unter den Gamaschen und Bandagen Schmutz, Sand und Planzenteile sammeln, die scheuern; sie saugen sich zu dem mit Flüssigkeiten und Feuchtigkeit voll, was reibt. Im Sommer wird es darunter so heiß, dass es für das Pferd mehr als unangenehm ist.

 

Bei der durchgeführten Studie testete man die Temperatur am Pferdebein im Ruhezustand. Diese lag normal bei 24° C und unter den Beinschützern bei bis zu 36° C. Diese Temperaturen verursachen Funktionsstörungen der Sehnen,  so Jochen Lill, Physiotherapeut und Osteopath vom Rehazentrum Antdorf. Deshalb sind sich verschiedene Experten einig: Nach dem Reiten sofort die Beinschützer runter! Und unten lassen.

 

StallbandageBehinderung des Lymphsystems! Eine Studie mit dem Namen „Auswirkung und klinische Relevanz von Woll(Stall)bandagen mit wattierten Unterlegern und Strickstrümpfen auf den Lymphfluss im Pferdebein“, aus dem Jahr 2006 belegte, dass Stallbandagen nicht zweckmäßig sind.

 

Professor Dirk Berens von Rautenfeld und Dr. Christina Fedele von der  Tierärztlichen Hochschule Hannover erklären, dass „Die scheinbare, optisch positive Wirkung der Bandagierung erklärt sich dadurch, dass in dem komprimierten Gewebe keine Wassereinlagerung stattfinden kann.“ Das Lymphsystem wird in seiner Arbeit massiv behindert und schädigt auf Dauer chronisch!

 

StallgamaschenSie bilden Nekrosen und das Gewebe stirbt ab! Zu sogenannten Drucknekrosen auf der Haut des Röhrbeins oder des Sehnenstrangs kann es durch Stallgamaschen kommen oder wenn man vergisst die Reitgamaschen über Nacht abzunehmen, betont Dr. Christian Bingold, Leiter der Pferdeklinik Großostheim. Als Hintergrund nennt er den permanenten Druck auf das Pferdebein, der die Sauerstoffversorgung beeinträchtigt und das Gewebe absterben lässt.

 

Nach der Heilung zeigen sich dann an der entsprechenden Stelle meist weiße Haare, bei Schimmeln sind es schwarze.

 

Stütze, Entlastung und SchlagschutzIrrglaube, der uns von den Marketingabteilungen der Gamaschen- und Bandagenhersteller eingeredet wird, damit wir möglichst viel und oft kaufen! Gamaschen können vor Kratzern, aber nicht vor Schlägen schützen. Das Anlegen und Einwickeln stützt nicht ab, entlastet nicht und hält keine Schläge ab.

 

Warum??? – erklärt Dr. Peter Witzmann aus Leinfelden-Echterdingen im Magazin „Bayerns Pferde“: Beim Bandagieren wickelt man die Bandage zirkulär ums Bein. Die Kraft, die etwa beim Springen auf das Bein wirkt, wirkt von oben nach unten. Bandagen können diese Kräfte nicht abfedern! Gleiches gilt für Gamaschen. Wenn man das Pferdebein vor Überdehnung schützen wöllte, müssten die Gamaschen so fest sitzen, dass sie eine Einschränkung der Bewegung und mangelnde Versorgung des Beins in Kauf nehmen müssten!

 

Stoßdämpfung – 2001 hat die Fachzeitschrift „Cavallo“ mittels Beschleunigungssensoren vom Biomechaniker Dr. Parvis Falaturi messen lassen, ob sich Stützgamaschen, die den Fesselkopf umschließen, als stoßdämpfend erweisen.

 

Das Ergebnis – Von dämpfenden Effekten keine Spur. Das Magazin zitiert Falaturi, der die Messreihen durchführte: „Was im Bein passiert, wird durch Boden und Beschlag, nicht aber durch Gamaschen beeinflusst.“

 

Chaps zum Turnier ?



Equiva.comChaps für Freizeit und zum Turnier

Beim Englischen Reiten ersetzt der Minichap die Reitstiefel und wird meist in Kombination mit Siefletten bzw. Jodhpurstiefelletten getragen.

Es stellt sich hier immer wieder die Frage, ob Minichaps zu „englischen“ Turnierprüfungen getragen werden dürfen.
Die Deutsche Reiterliche Vereinigung beantwortet unter anderem die Frage welche Chaps zum Turnier zugelassen sind hier…
Die LPO besagt zu zugelassenen Chaps zum Turnier: „(…) Beliebig; Stiefelhose und dunkle Reitstiefel bzw. Stiefeletten und gleichfar- bige, eng anliegende Glattleder- Chaps (Gamaschen), sofern sie optisch einteiligen Reitstiefeln entsprechen (die Bestimmungen bzgl. Stiefeletten und Glattleder- Chaps (Gamaschen) gelten auch für den Vorbereitungs- platz); (…)“
Anders als auf dem Foto müssten dann die Stiefel und die Stiefeletten die selbe Farbe besitzen. Die Chaps müssen aus dunklem, glatten Leder sein und sich dabei optisch an die Form des allgemeinen Reitstiefels anpassen. Sie sollten dazu wie auf dem Foto zu sehen eine Lederschnalle über dem Ende des Reißverschlusses besitzen, um zum einen den Verschluss zu verdecken, damit er nicht am Pferd reiben kann und zum anderen, um ein nach oben Rutschen der Sporen zu verhindern.

Herkunft

Abgeleitet vom spanischen „chaparajos“, wurden sie ursprünglich als Beinbekleidungen aus Leder ohne Gesäßeinsatz, die von den Gauchos in Südamerika wie auch von den Cowboys Nordamerikas zum Viehtrieb und zur Farmarbeit getragen. Chaps sind ein Bestandteil der Arbeitskleidung und sollen die Hosen, aber insbesondere die Beine der Farmarbeiter vor den Hörnern der Rinder, beim Hufbeschlag, vor Dornen, Geäst und Kälte schützen.

Chaps

Ihren Ursprung haben die „Lederstrümpfe“ als Beinkleider amerikanischen Indianerstämmen. Diese wurden dann von eingewanderten Trappern und Jägern übernommen und unter den Viehtreibern und Farmarbeitern verbreitet.

 

 

 

 

 

Reitstiefel meets Chaps 😉

 

 

Es gibt verschiedene Formen von Chaps für Arbeit, Freizeit und Turnier:

Offene, weit geschnittenen Batwings – sie sind vor allem im heißen Texas verbreitet.

Batwing_Chaps

 

Enge Shotguns – sie werden heute vor allem im Norden getragen.

Shortgun_Chaps

 

Die bis kurz unter das Knie reichenden Chinks – findet man in Kalifornien.

Chink_Chaps

 

Woolies – die gefütterten Ziegenhaar-Chaps werden im winterlichen Norden getragen, sie nehemen allerdings Feuchtigkeit auf und sind weniger geruchsneutral.

Wooly_Chaps

 

Die Zahones – werden von den Vaqueros in Spanien getragen.

Zahones_Chaps

 

 

 

Fotos (c) Richard Beal`s Blog , blautexte.de