Bahnpunkte leicht gemerkt

DRESSURVIERECK

Als Dressurviereck bezeichnet man einen genormten Reitplatz, auf dem Dressurprüfungen geritten oder gefahren werden. Laut LPO sind je nach Wettbewerb verschiedene Größen vorgeschrieben. Die Standardmaße vom Dressurreitviereck betragen im Normalfall 20m x 40m für Klasse A-L  oder 20m x 60m für Klasse: M-S. Diese Größen gelten als der Standard für alle Prüfungen der FN (Deutsche Reiterliche Vereinigung).

Bild aus: Pferd-aktuell
Bild aus: Pferd-aktuell

BAHNPUNKTE

Bahnpunkte sind Orientierungspunkte im Dressurviereck. Sie zeigen dem Reiter die Start- und Zielpunkte der gerittenen Hufschlagfiguren. Die Bahnpunkte dienen gewissermaßen zur Raumeinschätzung und Orientierung des Reiters. Anhand dieser Markierungen kann der Reiter seine Position im Dressurviereck festlegen.

 

Die Bahnpunkte lassen sich durch 2 Eselsbrücke leicht merken:

 

Bahnpunkte.jpg

 

„Mein Bester Freund Albert Kaut Eine Halbe Citrone.

„Mein Ross Braucht Paraden Für Alle Korrekten Volten, Es Soll Hinter Celsius Gehen In X Leichter Dressur.

 

 

 

 

EINFACHE HUFSCHLAGFIGUREN

Bild aus: Wissenmedia.
Bild aus: Wissenmedia

HUFSCHLAG

Circa einen halben Meter von der Bahnbegrenzung entfernt befindet sich der 1. Hufschlag (gestrichelte Linie). Wird vom „Reiten auf dem Hufschlag“ gesprochen, ist immer dieser äußerste Hufschlag gemeint. Bei fortgeschrittenen Reitschülern wird auf dem 1. und 2. Hufschlag gleichzeitig geritten. Dieser 2. Hufschlag ist ca. ein bis zwei Meter von der Bande entfernt und verläuft parallel zum 1. Hufschlag.

Häufig hat sich in einer Reithalle ein Trampelpfad entlang der Bande abgezeichnet. Dort sollte ungefähr der 1. Hufschlag sein. Reitanfänger sind für diesen Trampelpfad als unkonventionelle Hilfe dankbar,  weil er ähnlich wie Eisenbahn-Schienen wirkt. Bedingt durch die Bande ist das Pferd nach außen hin begrenzt.  Der fortgeschrittene Reitschüler führt sein Pferd auf dem 2. Hufschlag. Hier ist die Schwierigkeit, dass das Pferd nur mit den korrekten Sitz und der richtigen Hilfengebung geradeaus geritten werden kann.

DURCH DIE GANZE BAHN WECHSELN

Der Reiter durchquert diagonal die ganze Bahn und wechselt die Hand. Befindet sich das Pferd auf der linken Hand, kann vom Wechselpunkt H nach F bzw. von F nach H gewechselt werden. Analog dazu wechselt der Reiter auf der rechten Hand von K nach M. Wenn diese Bahnfigur im leichten Trab geritten wird, muss kurz vor dem Zielpunkt umgesessen werden.

DURCH DIE LÄNGE DER BAHN WECHSELN

Ganz kurz vor der Mitte der kurzen Seite auf die Mittellinie abgewendet. Die Schwierigkeit ist nun ganz gerade auf der Mittellinie zur Mitte der gegenüberliegenden kurzen Seite zu reiten. Dort wird das Pferde kurz vor dem Hufschlag gestellt und auf die andere Hand abgewendet. Wird im leichten Trab gewechselt, muss kurz vor dem Zielpunkt umgesessen werden.

Ähnlich wie der Wechsel durch die Länge der Bahn kann auch durch die Breite der Bahn von E nach B oder B nach E gewechselt werden.

DURCH DIE LÄNGE DER BAHN GERITTEN

Kurz vor der Mitte der kurzen Seite auf die Mittellinie abgewendet. Gerade auf der Mittellinie zur Mitte der gegenüberliegenden kurzen Seite zu reiten. Dort wird das Pferde kurz vor dem Hufschlag gestellt und auf der selben Hand weitergeritten. Wird im leichten Trab geritten, ist kein Umsitzen nötig.

Ähnlich wie das Reiten durch die Länge der Bahn kann auch durch die Breite der Bahn von E nach B oder B nach E geritten werden.

AUF DEM ZIRKEL GERITTEN

Bei einer Bahn von 20 × 40 m sollte in jeder Bahnhälfte ein Zirkel 20m im Durchmesser betragen. Der Zirkel berührt an drei Punkten den Hufschlag– in der Mitte der kurzen Seite bei C oder A sowie an den sogenannten Zirkelpunkten R, P, V oder S, die an den langen Seiten der Bahn liegen. Von den Ecken aus gemessen, liegen diese Punkte genausoweit entfernt wie der Mittelpunkt der kurzen Seite (C oder A). Der vierte Punkt liegt auf der Mittellinie, im Bahnmittelpunkt X. Man spricht von der offenen und der geschlossenen Zirkelseite. Die offene ist der Halbkreis, in Richtung Bahnmitte, die geschlossene Zirkelseite ist bin der Bande begrenzt. Ebenfalls üblich ist der Mittelzirkel, dessen Hufschlagberührungspunkte die Mitten der langen Seiten, E und B, sind. Die beiden anderen Zirkelpunkt sind dann I und L.

DURCH DEN ZIRKEL WECHSELN

Es wird auf dem Zirkel geritten. Der Reiter stellt sein Pferd und wendet am Zirkelpunkt der offenen Zirkelseite in einer halben Volte ab, er stellt sein Pferd gerade und reitet über den Mittelpunkt. Der Reiter stellt sein Pferd in die andere Richtung, wechselt über dem Mittelpunkt die Hand und reitet in einer weiteren halben Volte auf der anderen Hand zum gegenüberliegenden Zirkelpunkt zu. Es wird eine S-Linie innerhalb des Zirkels geritten, die vom einen Zirkelpunkt über einen Voltenhalbkreis zum Mittelpunkt und über einen weiteren Voltenhalbkreis auf die andere Hand zum gegenüberliegenden Zirkelpunkt führt.

 

 

2 Antworten auf „Bahnpunkte leicht gemerkt“

    1. Liebe Katharina, vielen Dank für deine schönen Worte! Ich hoffe die folgenden Beiträge über Tipps zum richtigen Sitz und Lockenpferdchen werden dir auch gefallen! 😉

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