Chaps zum Turnier ?



Equiva.comChaps für Freizeit und zum Turnier

Beim Englischen Reiten ersetzt der Minichap die Reitstiefel und wird meist in Kombination mit Siefletten bzw. Jodhpurstiefelletten getragen.

Es stellt sich hier immer wieder die Frage, ob Minichaps zu „englischen“ Turnierprüfungen getragen werden dürfen.
Die Deutsche Reiterliche Vereinigung beantwortet unter anderem die Frage welche Chaps zum Turnier zugelassen sind hier…
Die LPO besagt zu zugelassenen Chaps zum Turnier: „(…) Beliebig; Stiefelhose und dunkle Reitstiefel bzw. Stiefeletten und gleichfar- bige, eng anliegende Glattleder- Chaps (Gamaschen), sofern sie optisch einteiligen Reitstiefeln entsprechen (die Bestimmungen bzgl. Stiefeletten und Glattleder- Chaps (Gamaschen) gelten auch für den Vorbereitungs- platz); (…)“
Anders als auf dem Foto müssten dann die Stiefel und die Stiefeletten die selbe Farbe besitzen. Die Chaps müssen aus dunklem, glatten Leder sein und sich dabei optisch an die Form des allgemeinen Reitstiefels anpassen. Sie sollten dazu wie auf dem Foto zu sehen eine Lederschnalle über dem Ende des Reißverschlusses besitzen, um zum einen den Verschluss zu verdecken, damit er nicht am Pferd reiben kann und zum anderen, um ein nach oben Rutschen der Sporen zu verhindern.

Herkunft

Abgeleitet vom spanischen „chaparajos“, wurden sie ursprünglich als Beinbekleidungen aus Leder ohne Gesäßeinsatz, die von den Gauchos in Südamerika wie auch von den Cowboys Nordamerikas zum Viehtrieb und zur Farmarbeit getragen. Chaps sind ein Bestandteil der Arbeitskleidung und sollen die Hosen, aber insbesondere die Beine der Farmarbeiter vor den Hörnern der Rinder, beim Hufbeschlag, vor Dornen, Geäst und Kälte schützen.

Chaps

Ihren Ursprung haben die „Lederstrümpfe“ als Beinkleider amerikanischen Indianerstämmen. Diese wurden dann von eingewanderten Trappern und Jägern übernommen und unter den Viehtreibern und Farmarbeitern verbreitet.

 

 

 

 

 

Reitstiefel meets Chaps 😉

 

 

Es gibt verschiedene Formen von Chaps für Arbeit, Freizeit und Turnier:

Offene, weit geschnittenen Batwings – sie sind vor allem im heißen Texas verbreitet.

Batwing_Chaps

 

Enge Shotguns – sie werden heute vor allem im Norden getragen.

Shortgun_Chaps

 

Die bis kurz unter das Knie reichenden Chinks – findet man in Kalifornien.

Chink_Chaps

 

Woolies – die gefütterten Ziegenhaar-Chaps werden im winterlichen Norden getragen, sie nehemen allerdings Feuchtigkeit auf und sind weniger geruchsneutral.

Wooly_Chaps

 

Die Zahones – werden von den Vaqueros in Spanien getragen.

Zahones_Chaps

 

 

 

Fotos (c) Richard Beal`s Blog , blautexte.de

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